Ernüchternder, bitterer Abend für Koppensteiner WAT Fünfhaus: In der fünften Runde der HLA CHALLENGE bezog Fünfhaus am Samstagabend in der Heimhalle in der Sporthalle Tellgasse im ersten Derby der Saison gegen HC Fivers Margareten 2 eine 22:34-Abfuhr (Halbzeit 9:14).

Die Gastgeber aus dem 15. Bezirk lieferten ihre bisher schlechteste Leistung in der Meisterschaft. Die Gäste aus dem 5. Bezirk waren von Beginn an mit ihrer offensiven Deckung überlegen. Höllentempo gegen Ineffizienz, auch so ließe sich das Match des Aufsteigers aus Fünfhaus gegen den Lokalrivalen aus Margareten kurz zusammenfassen.

„Fünfhaus“- und „Fivers“-Sprechchöre auf den Zuschauerrängen in der Fritz-Grassinger-Sporthalle in Fünfhaus sorgten für Derby-Atmosphäre. Koppensteiner WAT Fünfhaus musste Georg Mayr-Pranzender im Rückraum vorgeben, dazu den länger verletzten Philipp Seitz. Die Fivers mit Trainerin Sandra Zapletal legten mit einem Höllentempo los, das sie praktisch das ganze Spiel über halten konnten. Dazu eine aggressive 5-1-Verteidigung und en sehr offensives Unterbinden von Gegenstößen bei Ballbesitz von Fünfhaus, das war die halbe Miete für die Gäste. Der „Beitrag“ von Fünfhaus mit Trainer Roland Eberl an einem Tag, an dem einfach nichts wie vorgenommen gelingen wollte, waren viele technische Fehler im Aufbau und die mangelnde Chancenauswertung. So lief Fünfhaus wie schon zuletzt in den vergangenen Heimspielen bald einem 3-Tore-Rückstand nach.

Nach der ersten Saisonniederlage von Koppensteiner WAT Fünfhaus in der Vorwoche gegen Brixton Fire Krems Langenlois ging das Bemühen um Wiedergutmachtung schief. Bei den Fivers sorgten Mathias Rieger, Mett Krack und der wendige, wieselflinke Bastian Pieber für einen temporeichen Angriffswirbel. Nach 13 Minuten schien sich Fünfhaus kurz zu fangen, als Alex Kirchknopf im Tor der Heimmannschaft einen Siebenmeter und auch den Nachwurf bravourös abwehren konnte. Fabian Hofbauer im Aufbau als stärkster Fünfhaus-Spieler gegen die Fivers traf zunächst zweimal. Aber statt dem Ausgleich zum 8:8 konterten die Fivers kaltblütig und zogen auf 8:11 und 9:12 davon.

Wesentlichen Anteil daran hatte im Tor der Fivers Marko Konstantin, der ein ums andere Mal Würfe der Fünfhauser Flügel Severin Lampert und Jan Amberger vereiteln konnte. Aber auch durch die Mitte war für die Heimmannschaft in aussichtsreicher Position beim Fivers-Tormann oft Endstation, auch wenn sich etwa Nachwuchstalent Gabriel Kofler noch so sehr bemühte. Mehrere Abspielfehler bei Fünfhaus im Aufbau spielten den flinken Gästen zusätzlich in die Hände. Das war auch am Pausenstand mit 9:14 abzulesen.

Gleich nach Wiederbeginn überrannten die Fivers die vor allem geistig müde wirkenden Fünfhauser, die nicht annähernd an die Souveränität und Spielstärke der ersten vier Meisterschaftspartien herankamen und die Gäste selbst auch nie wirklich unter Druck setzen konnten. So blieb es bei viel umjubelten Einzelaktionen wie jener von Fünfhaus-Kapitän Patrick Depauly, der einen Gegenstoß eiskalt mit einem Tor abschloss und auch später nochmals nach sehenswerter Kombination vom Kreis traf.

Aber auch das änderte nichts am Charakter des Matches. Den Fivers gelang mit viel Tempo postwendend immer wieder ein Treffer. Nach 40 Minuten waren die Gäste im Derby bereits 13:20 voraus. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass Koppensteiner WAT Fünfhaus auf die zweite Saisonniederlage hintereinander zusteuerte. Die Mannschaft von Trainerin Zapletal begeisterte in der Schlussphase mit sehenswerten Würfen in die Ecke, während Fünfhaus kaum mehr etwas gelang. Das drückte sich nach der Schlusssirene dann auch in Zahlen aus. WAT Fünfhaus unterlag im Derby daheim den Fivers mit 22:34. Während bei den Gästen der Jubel über die Topleistung aufbrandete, sah man bei Aufsteiger Fünfhaus erstmals hängende Köpfe. Bei der unterlegenen Heimmannschaft wurde der stärkste Spieler, Fabian Hofbauer, als bester Spieler ausgezeichnet. Bei den Fivers war es verdientermaßen Tormann Marko Konstantin.

Roland Eberl (Trainer Koppensteiner WAT Fünfhaus): „Der Ausfall von Mannschaftsstützen fällt ins Gewicht. 17 technische Fehler und 19 Fehlwürfe sagen alles. Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir nicht umgesetzt.“

Sandra Zapletal (Trainerin HC Fivers Margareten 2): „Ich bin zufrieden mit dem Tempo, das wir durchgehalten haben. Der Torhütertausch hat sich bezahlt gemacht. Wenn es bei Fünfhaus Ausfälle gibt, ist es nicht die Stärke, die die Mannschaft in den ersten Runden gezeigt hat.“

Koppensteiner WAT Fünfhaus vs. HC FIVERS WAT Margareten II 22:34 (9:14)
Sa., 02. Oktober 2021, 19:00 Uhr
Werfer Koppensteiner WAT Fünfhaus: Fabian Hofbauer (5), Jan Amberger (2), Leonard Fetz (2), Patrick Depauly (2), Gabriel Kofler (2), Philipp Scholz (2), Friedrich Bernkop-Schnürch (2), Viktor Dudic (2), Christoph Ferchert (1), Severin Lampert (1), Benjamin Sprung (1)
Werfer HC FIVERS WAT Margareten II: Lorin Lichtblau (6), Florentin Dvorak (6), Bastian Pieber (5), Jakob Schrattenecker (4), Jakob Nigg (4), Marin Kopic (2), Mathias Rieger (1), Mett Krack (1), Leon Breit (1), Luca Maraspin (1), Herbert Jonas (1), Florian Heizinger (1), Peter Vilis (1)
Spielprotokoll

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