fenster.com Kopf der Woche: Iker Romero
Der neue Teamchef des österreichischen Handball-Nationalteams, Iker Romero, feierte am Wochenende sein Debüt an der Seitenlinie. Trotz der Niederlage im Testspiel gegen Ungarn überzeugte er mit klarer Linie, Teamgeist und einer positiven Vision für die Zukunft.
Romero sieht seine Aufgabe als große Ehre und betont den starken Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Auch wenn noch Arbeit vor dem Team liegt, ist das Fundament gelegt – mit viel Potenzial für die kommenden Aufgaben.
Du hast eine beeindruckende Karriere als Spieler hinter dir – inwiefern beeinflussen deine eigenen Erfahrungen als Weltklassespieler deine Arbeit als Trainer?
Ich denke, das spielt keine so große Rolle. Am Ende ist es egal, was du als Spieler erreicht hast. Natürlich profitiert man ein bisschen von diesen Erfahrungen, aber als Trainer musst du dich genauso jeden Tag aufs Neue beweisen. Ich bin stolz darauf, was ich alles erreichen durfte. Aber das ist Vergangenheit. Ich fokussiere mich auf meine jetzige Rolle und darauf, jeden Tag besser zu werden.
Was hat dich dazu bewogen, die Aufgabe als Trainer des Nationalteams zu übernehmen?
Man hat in den letzten Jahren gesehen, was für eine unglaubliche Mannschaft das österreichische Nationalteam ist. Jetzt Trainer des Nationalteams zu sein, ist eine große Ehre für mich.
Welche Erkenntnisse hast Du über das Team gewonnen, insbesondere in Hinblick auf die taktische Ausrichtung und die Spielkultur, die Du etablieren möchtest?
Ich bin ein Typ, der ein System verfolgt, werde aber die Sachen, die gut funktionieren auch so belassen. Es wird wichtig sein, den Spielern auch ihre Freiheiten zu lassen. Gleichzeitig werde ich meine Ideen einbringen. Ich sehe Verbesserungs- und Entwicklungspotential. Daran werden wir arbeiten und da werde ich meine Erfahrung einbringen.
Wie erlebst Du die Mannschaft bisher, was beeindruckt dich an den Spielern?
Ich muss ehrlich sagen, dass das eine wirklich unglaubliche Gruppe ist. Staff, Spieler, Verband – es ist beeindruckend, wie alle zusammenarbeiten, wie sie sich auch untereinander verstehen. Wie die Jungs im Training und auf dem Spielfeld arbeiten, ist im positiven Sinne brutal. Es ist eine große Freude, Trainer dieser Mannschaft zu sein.
Wie beurteilst Du das Testspiel gegen Ungarn – was hat dir gefallen und wo siehst Du noch den größten Verbesserungsbedarf?
Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir dieses Spiel verloren haben. Es war ein Jubiläum und auch ich hätte mir in meinem ersten Spiel einen Sieg gewünscht. Aber man muss auch ehrlich sein. Es ist ein neues Projekt und dafür brauchen wir Zeit. Die Jungs arbeiten unglaublich gut. Wir haben in dieser Woche viel trainiert, viele neue Dinge ausprobiert. Vielleicht waren wir am Ende auch nicht frisch genug. Trotzdem hat man viele gute Sachen in der Partie gesehen. Man darf auch nicht vergessen, dass wir mit Ungarn gegen eine Topnation mit viel individueller Klasse gespielt haben. Dennoch waren wir voll im Spiel drinnen und hatten unsere Chancen.
Trotz der Niederlage gab es gute Phasen im österreichischen Spiel – was nimmst Du Positives aus dieser Partie mit?
Das Spiel hat uns gezeigt, dass wir in einigen Dingen das Potential haben, uns zu entwickeln. Das ist unsere Aufgabe und daran werden wir arbeiten. Aber das Fundament, der Boden für unsere neue Struktur, ist perfekt.
Welche nächsten Schritte planst Du mit dem Team nach diesem Testspiel?
Wie die gesamte Woche gelaufen ist, wie wir gearbeitet haben, der erste Eindruck, das Kennenlernen, das ist alles sehr positiv. Jetzt heißt es weiterarbeiten und uns verbessern. Das Spiel gegen Ungarn hat uns gezeigt, wo wir noch Potential haben, uns zu entwickeln. Wenn wir länger zusammen sind, mit mehr Trainingseinheiten, mehr Wiederholungen, werden diese Dinge auch sitzen. Wir werden die Trainingseinheiten und die drei Testspiele im Jänner nutzen um dann, für das erste Spiel bei der EURO, Bestmöglich vorbereitet zu sein.





















































