
Kopf der Woche
Fabio Schuh
Unser Kopf der Woche ist Fabio Schuh.
Der 25-Jährige Rückraumspieler vom HC FIVERS WAT Margareten überzeugt aktuell mit starken Leistungen und hatte zuletzt beim Heimsieg gegen den ALPLA HC Hard mit zehn Treffern großen Anteil am Erfolg.
Doch hinter seiner aktuellen Form stecken nicht nur harte Arbeit und Selbstvertrauen, sondern auch der Umgang mit schwierigen Phasen und Rückschlägen. Heute blickt er mit großem Selbstvertrauen nach vorne und verfolgt mit den FIVERS das gemeinsame Ziel einen Titel zu gewinnen.
1. Fabio, am Wochenende habt ihr einen deutlichen Heimsieg gegen den ALPLA HC Hard gefeiert und damit eure Tabellenführung verteidigt. Was läuft bei euch als Mannschaft derzeit besonders gut?
Ich denke, dass wir aktuell in einem guten Flow sind, weil wir als Mannschaft wieder ein Jahr reifer geworden sind und jeder seine Aufgabe genau kennt. Außerdem beschäftigen wir uns nicht zu lange mit unseren bisherigen Leistungen, sondern richten den Fokus immer auf das nächste Spiel. Wir wollen uns Tag für Tag im Training weiterentwickeln und als Mannschaft besser werden.
2. Du warst für die Wahl zum Spieler des Monats September nominiert und hast beim Sieg gegen Hard mit zehn Treffern einmal mehr deine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt. Was ist aktuell der Schlüssel zu deiner starken Form?
Ich glaube, dass meine aktuelle Form das Ergebnis der harten Arbeit der letzten Jahre ist. Mit der Zeit habe ich ein großes Selbstvertrauen in meine eigenen Fähigkeiten entwickelt. Gleichzeitig weiß ich, dass die Mannschaft, der Trainerstab und der gesamte Verein zu 100 Prozent hinter mir stehen. Genau dieses Vertrauen gibt mir Sicherheit und sorgt dafür, dass ich mich in meiner Rolle aktuell sehr wohlfühle. Natürlich motiviert uns auch unser gemeinsamer Traum, einen Titel zu gewinnen. Dafür wollen wir jeden Tag besser werden und unsere Leistungen kontinuierlich steigern.
3. Deine Karriere war in der Vergangenheit immer wieder von Verletzungen und Rückschlägen geprägt. Mittlerweile scheinst du diese auch mental gut verarbeitet zu haben und bist sportlich sehr erfolgreich. Was hat dir dabei geholfen, mit diesen schwierigen Phasen umzugehen und gestärkt zurückzukommen?
Das stimmt, die letzten Jahre waren für mich nicht immer einfach. Trotzdem war es für mich immer eine große Motivation, ein Vorbild für andere zu sein. Ich wollte zeigen, dass eine schwierige Phase nicht das Ende von etwas bedeuten muss, sondern vielleicht sogar der Anfang von etwas Neuem sein kann. Besonders unterstützt haben mich dabei meine Familie, meine Freunde und natürlich die FIVERS, die immer an mich geglaubt haben. Zusätzlich habe ich mir professionelle Unterstützung bei einem Mentaltrainer geholt. Das hat mir sehr geholfen, und ich kann es jedem empfehlen, der selbst mit schwierigen Phasen zu kämpfen hat.
4. Am Wochenende steht für euch die nächste Europacup-Runde gegen Beşiktaş JK Istanbul an. Bereits in der ersten Runde habt ihr gegen einen Vertreter der türkischen Liga gespielt und euch dabei klar durchgesetzt. Mit Beşiktaş wartet nun allerdings ein stärker einzuschätzender Gegner, der auch in der türkischen Liga weit oben mitspielt. Was erwartet ihr euch von diesem Duell, und worauf wird es aus eurer Sicht besonders ankommen?
Es wird eine unglaubliche Erfahrung, nicht nur für uns Spieler, sondern für den gesamten Verein. Die Möglichkeit, gegen einen Gegner wie Beşiktaş antreten zu dürfen, ist etwas Besonderes. Wir wollen zeigen, dass wir bereit sind, auch auf internationaler Bühne unsere Leistung abzurufen. Dafür brauchen wir einen kühlen Kopf, aber gleichzeitig auch die nötige Portion Selbstvertrauen. Unser Ziel ist es, unseren Handball zu zeigen und uns keinesfalls zu verstecken. Wir sind bereit für den Kampf und die mit Sicherheit hitzige Atmosphäre und freuen uns einfach auf dieses Spiel.
5. Nach dem Europacup wartet mit roomz JAGS Vöslau der amtierende Meister der MEHRLEBEN HLA MEISTERLIGA powered by Finanzfuchsgruppe auf euch. In der vergangenen Saison habt ihr euch im Kampf um den Meistertitel im Finale geschlagen geben müssen. Heuer seid ihr bislang besser in die Saison gestartet. Was wird nötig sein, um gegen die Vöslauer zu punkten?
Mit Vöslau wartet der amtierende Meister und Supercup-Sieger auf uns. Ich glaube, dass wir als Mannschaft dadurch keine zusätzliche Motivation brauchen. Nach der Finalniederlage in der vergangenen Saison haben wir natürlich noch eine Rechnung offen. Wir wollen unseren aktuellen Flow beibehalten und unsere Stärken auf dem Spielfeld zeigen. Um gegen Vöslau zu punkten, brauchen wir vor allem eine kompakte Abwehr und müssen unser Tempospiel konsequent durchziehen. Nichtsdestotrotz bleiben wir unserem Motto für diese Saison treu: Lieber Taten sprechen lassen als Worte.



