ZTE HLA Online Magazin

Es ist eine unerwartete und umso härtere Hiobsbotschaft für Koppensteiner WAT Fünfhaus knapp vor Beginn der Meisterschaftssaison 2022/23: Julian Pratschner, erst heuer im Sommer von der SG INSIGNIS Handball WESTWIEN geholt, wird den Verein noch vor dem Auftakt in der ZTE HLA CHALLENGE am 9./10./11. September verlassen. Aber es ist zugleich eine Auszeichnung, dass der Meister der obersten Handballliga in Österreich, Förthof UHK Krems, bei der Suche nach einer Verstärkung nach dem vorgesehenen Spielmacher von Fünfhaus geangelt hat. Faktum ist jedenfalls, dass Julian Pratschner zum ZTE HLA MEISTERLIGA-Verein in die Wachau gewechselt ist.

Der Obmann von Koppensteiner WAT Fünfhaus, Florian Bohata, stellt zwar klar, dass man Julian Pratschner sportlich nichts in den Weg legen möchte. Dennoch sei dieser Abgang nicht einmal zwei Wochen vor dem Start in der Saison 2022/23 in Österreichs zweithöchster Handballiga "doppelt bitter". Für Fünfhaus-Coach Mario Sauschlager war die Nachricht über den Wechsel "ein gewaltiger Schock". Er setzt aber auf eine Jetzt-erst-recht-Stimmung gerade bei den jungen Fünfhauser Talenten im Aufbau.

Koppensteiner WAT Fünfhaus bestreitet den Ligaauftakt auswärts am Freitag, 9. September, um 20.00 Uhr gegen Union Sparkasse Korneuburg. Für die Fünfhauser Fans wichtig ist der Termin für das erste Heimspiel der Kampfmannschaft am Samstag, 17. September, ab 19.30 Uhr. Der Gegner ist Sportunion Die Falken St. Pölten.

Was sagen Spieler, Obmann und Trainer zum Wechsel? Julian Pratschner: „Ich habe diese kurze Zeit bei WAT Fünfhaus sehr genossen und mich in kurzer Zeit unheimlich wohl gefühlt. Wenn der Österreichische Meister will, dass du für ihn spielst fällt es jedoch sehr schwer nein zu sagen und ich musste diese sportliche Chance ergreifen. Ich möchte aber die Gelegenheit nutzen, um mich beim gesamten Verein und der Mannschaft zu bedanken, die hierfür Verständnis haben und sogar hinter mir stehen. Das ist für mich nicht selbstverständlich und bedeutet mir viel!"

Obmann Flo Bohata: „Natürlich hätten wir Julian gerne gehalten für diese Saison, denn wir haben uns viel vor genommen. Er hat sportlich und menschlich perfekt zu uns gepasst. Wir haben aber schon im Mai mit ihm vereinbart, wenn sich während der Saison eine sportliche interessante Möglichkeit für ihn ergibt, dass wir ihm keine Steine in den Weg legen werden. Dass dies so früh geschieht, da die Saison noch nicht mal begonnen hat, ist natürlich doppelt bitter. Der gesamte Verein wünscht Julian aber nur das Beste, die Türen nach Fünfhaus stehen für ihn immer offen!"

Chefcoach Mario Sauschlager: „Für uns war die Nachricht von Julians Abgang natürlich ein gewaltiger Schock. In der kurzen Zeit hat er nicht nur seinen feinen Charakter gezeigt, sondern auch, dass er uns auf der Aufbauposition immens verstärkt hätte. Wir verstehen aber selbstverständlich aus welchen Gründen er uns schließlich wieder verlässt und wünschen ihm nur das Beste. Nun müssen wir die Situation annehmen und daraus auch eine Chance sehen. Unsere vielen jungen Aufbautalente, wie die Bernkop-Schnürch Brüder, Jonas Kofler, Valentin Klicha und Johnny Baxter bekommen nun noch mehr und noch früher viel Verantwortung und haben die Möglichkeit sich bestmöglich zu entwickeln. Das ist der bekannte Fünfhauser Weg und davon werden wir nicht abrücken. Es wird sicherlich den ein oder anderen Rückschlag auf diesem Weg geben, jedoch wird er sich am Ende bestimmt lohnen. Daher sehen wir trotz dieser Nachricht sehr positiv in die Zukunft und freuen uns auf die Saison.“

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