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Der Halbfinalkrimi zwischen den FIVERS WAT Margareten und dem Moser Medical UHK Krems steigerte sich im dritten Teil der Serie zu einem Stakkato an Emotion, Spannungselementen und Wendepunkten. In der prall gefüllten Sporthalle Margareten hielt es bald niemanden mehr auf den Sitzen, am Ende lieferten die FIVERS eines der erstaunlichsten Comebacks der heurigen Saison und bezwangen Krems mit 28:27.

Video-Link: Angelovs Instinkt-Parade
Video-Link: Die tolle FIVERS-Kombination, die von Martinovic vollstreckt wurde

Bei den FIVERS bissen Herbert Jonas und Nikola Aljetic die Zähne zusammen, wollten im Entscheidungsspiel gegen die Wachauer nicht für Ausfall Nummer vier und fünf der FIVERS sorgen. Krems konnte wie schon in der Wachau komplett antreten. Mit dem Anpfiff war dann Schluss mit lustig: Beide Teams gingen sofort mit Vollgas an die Sache.

Wolfgang Filzwieser startete stark ins Spiel, hielt drei der ersten fünf Würfe. Da die FIVERS auf der Gegenseite ebenfalls mehrfach an Petar Angelov scheiterten, konnten die Gäste erstmals in der siebten Minute in Führung gehen, erhöhten kurz danach sogar auf 5:3. Und die ersten Minuten gaben einen Vorgeschmack auf den Spielverlauf der ersten Halbzeit: Filzwieser hielt weiterhin stark, verhinderte mehrfach eine größere Führung für die Kremser. Nach vorne zeigten sich die Margaretner aber fehleranfällig, scheiterten auch deshalb an Angelov, konnten nicht ausgleichen. So erhöhte beispielsweise Jakob Jochmann mit seinem bis dahin dritten Treffer in der 17. Minute auf 9:7 für Krems, in der 20. Minute kann dann Sebastian Feichtinger sogar auf 11:8 für die Gäste nachlegen.

Nach vorne war gegen die gut eingestellte Wachauer Deckung für die FIVERS nicht viel zu holen und spätestens mit dem 8:12 aus Sicht der Hausherren war klar, dass sich im Angriffsspiel etwas Entscheidendes ändern muss. Nikola Stefanovic konnte in der 22. Minute auf 9:12 verkürzen, etwas überraschend gab Krems-Trainer Ibish Thaqi seinem Team daraufhin ein Timeout.

Zwar konnte Krems daraus nicht sofort profitieren – Filzwieser war weiter stark, nach vorne ging bei den Margaretnern aber nach wie vor nichts. Und so profitierte Fabian Posch von einem technischen Fehler, erhöhte im Konter wieder auf 13:9 für Krems (24. Minute). Kurz danach eine ähnliche Situation, dieses Mal legte Gunnar Prokop ein weiteres Tor nach und Jochmann sorgte für den nächsten Treffer für Krems (9:15 – 28. Minute). Spätestens jetzt war klar: Die Margaretner brauchen einen Kraftakt, um diesen Rückstand nochmals aufzuholen.

Mathias Nikolic traf erstmals nach acht Minuten wieder für die FIVERS, verkürzte kurz danach sogar auf 11:15 und stellte damit den Pausenstand her. Nikolic hielt mit diesen beiden Treffern wie Filzwieser die gesamte erste Hälfte die FIVERS-Chancen gegen heute wieder gut eingestellte Kremser noch einigermaßen am Leben.

Die zweite Hälfte startete mit einem 7-Meter-Tor für Krems, abermals traf Jochmann, Markus Kolar legte für die FIVERS nach, Tobias Schopf traf sofort wieder für Krems. Lukas Hutecek setzte sofort wieder für die FIVERS nach, Feichtinger für Krems (13:18 – 33. Minute). Dann musste Ziura für zwei Minuten raus, Marin Martinovic verkürzte auf 14:18 und Ivan Martinovic stellte auf 15:18. Filzwieser zeichnete sich gegen Schopf aus und die FIVERS kamen durch ein Fliegertor von Marin Martinovic erstmals wieder auf Tuchfühlung (16:18 – 38. Minute).

Marko Simek behielt beim 7-Meter gegen Boris Tanic die Nerven. Dann war Angelov gegen Ziura stark, Filzwieser hielt gegen Schopf und wieder Angelov gegen Martinovic. Filzwieser hielt den nächsten Ball, Ibish Thaqi nahm eine Auszeit (16:19 – 42. Minute). Jochmann erhöhte in höchster Zeitnot auf 20:16 für Krems und im Gegenzug scheiterten die Margaretner abermals an Angelov. Filzwieser hielt den nächsten Ball und Ivan Martinovic traf dieses Mal im Konter zum 17:20. Simek traf den nächsten 7-Meter für Krems und die FIVERS waren wieder in Unterzahl. Auf der Gegenseite musste dann Simek eine zwei Minutenstrafe hinnehmen. Wieder war es Schopf der für Krems traf, dann passierte den Wachauern ein Wechselfehler. Stefanovic verkürzte auf 18:22, musste danach gemeinsam mit Schopf zwei Minuten zur Abkühlung.

Kolar sorgte für das 19:22, Jochmann stellte das 23:19 her und Peter Eckl nahm etwas mehr als elf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit die Auszeit. Eines vorweg: In den nächsten elf Spielminuten kam es zum erstaunlichsten Comeback eines Handball-Teams in dieser Saison. Ivan Martinovic stellte zuerst auf 20:23, danach auf 21:23. Schopf legte nochmals für die Kremser vor, Martinovic traf zum 22:24. Filzwieser hielt gegen Mitkov und wieder sorgte Martinovic für den nächsten Treffer.

Sieben Minuten vor dem Ende war beim Stand von 23:24 die Partie wieder vollkommen offen. In doppelter Unterzahl brachte Prokop mit einem Zauberwurf die Kremser wieder auf plus zwei, Herbert Jonas legte sofort für die FIVERS nach. Als Ziura mit einem Kraftakt für den 25:25-Ausgleich sorgte, kochte die Halle. Filzwieser hielt gegen Mitkov den nächsten Ball und Ziura brachte die Margaretner erstmals seit den ersten Spielminuten in Führung.

Mitkov scheiterte an der Latte und Markus Kolar sorgte 90 Sekunden vor dem Ende für das 27:25. Thaqi nahm das logische Timeout. Filzwieser angelte sich den nächsten Ball von Schopf, jetzt gab Peter Eckl seinem Team 61 Sekunden vor dem Ende die letzte Auszeit.

Vincent Schweiger traf zum erlösenden 28:25, Sebastian Feichtinger setzte sofort zum 26:28 nach. Simek verkürzte sieben Sekunden vor dem Abpfiff noch vom 7-Meter-Punkt auf 27:28.

So hart kann Sport sein: Die FIVERS sind im Finale, die Kremser nicht.

Peter Eckl, Trainer HC FIVERS WAT Margareten: „Wir haben heute letztlich unsere Bank ausspielen können, haben am Ende dann endlich konzentriert agiert – das war der Schlüssel zum Erfolg. Als die Deckung gekommen ist, haben wir die Partie gedreht. Jetzt erwarten wir eine lange Serie gegen Hard, da wird es dann auf die vorhandenen Reserven ankommen.“

Wolfgang Filzwieser, HC FIVERS WAT Margareten: „Kompliment an die gesamte Mannschaft. Wir haben nie aufgesteckt, haben uns zurückgekämpft und das Spiel verdient gedreht. Wir haben das mannschaftlich gut gelöst. Krems war ein mehr als unangenehmer Gegner, sie haben uns viele Probleme bereitet.“

Ivan Martinovic, HC FIVERS WAT Margareten: „In der Halbzeit habe ich mir gedacht ´Das kann nicht mein letztes Spiel in der Hollgasse sein´. In den zweiten 30 Minuten konnten wir ein minus fünf in ein plus eins verwandeln. In den letzten 15, 20 Minuten war Feuer drin, jeder hat für jeden gekämpft. Wir haben Kopf, Herz und Eier bewiesen, das war der Unterschied.“

Fabian Posch, Moser Medical UHK Krems: „Wir waren in der zweiten Halbzeit in den letzten fünf Minuten nicht gut genug, haben viele unnötige Fehler gemacht und haben die FIVERS wieder ins Spiel gebracht. 55 Minuten lang war alles ok, dann haben wir uns anstecken lassen, Fehler gemacht. Ich glaube am Ende haben viele Kleinigkeiten entschieden. Im Großen und Ganzen können wir mit der Saison zufrieden sein, jetzt im Moment natürlich nicht.“

Halbfinale spusu HANDBALL LIGA AUSTRIA

3. Runde
HF2: HC FIVERS WAT Margareten vs. Moser Medical UHK Krems
Dienstag, 15. Mai 2018, 20:25 Uhr
Spielprotokoll
Werfer HC FIVERS WAT Margareten: Ivan Martinovic (6), Vytas Ziura (5), Markus Kolar (4), Lukas Hutecek (3), Mathias Nikolic (2), Nikola Stevanovic (2), Vincent Schweiger (2), Marin Martinovic (2), Herbert Jonas (2)
Werfer Moser Medical UHK Krems: Jakob Jochmann (7), Tobias Schopf (4), Sebastian Feichtinger (4), Fabian Posch (3), Gunnar Prokop (3), Vlatko Mitkov (3), Marko Simek (3)

Ergebnis 1. Runde
HF2: HC FIVERS WAT Margareten vs. Moser Medical UHK Krems 35:30 (20:14)
Mittwoch, 9. Mai 2018, 20:25 Uhr
Spielprotokoll

Ergebnis 2. Runde
HF2: Moser Medical UHK Krems vs. HC FIVERS WAT Margareten 30:23 (15:8)
Samstag, 12. Mai 2018, 20:25 Uhr
Spielprotokoll
© spusu HLA Handball Liga Austria 2016
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