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In einem hitzigen Spiel behielt Bregenz Handball die Oberhand und verweist den Tabellen Dritten SG Insignis Handball Westwien  auf den 6. Platz und schickt diesen ohne Punkte nach Hause.

Am 6. Spieltag im HLA Grunddurchgang empfing Bregenz Handball den Tabellennachbarn SG Insignis Handball WestWien (Bregenz 4., WestWien 3.) und war stark auf eine Wiedergutmachung der Niederlage in Schwaz aus. Vor heimischen Publikum mochte das Hedin-Team erneut zeigen, dass sie mit der gelben Fan-Wand im Rücken ein unschlagbares Team sind. Bereits beim zweiten Heimspiel gegen Union Juri Leoben nutzten die Spieler die super Stimmung und feierten ein Schützenfest mit den heimischen Fans. Diese Vorstellung sollte unbedingt wiederholen!

Cheftrainer Robert Hedin startete mit Jung-Keeper Ralf Patrick Häusle im Tor in das Match gegen die WestWiener, direkt im ersten Angriff markierte Bojan Beljanski trotz schwierigem Anspiel vom Kreis aus den ersten Treffer. Die Abwehr stand von Beginn an kompakt und agierte aggressiv, unterstützt durch starke Paraden von Häusle sah der Ball bis zur 8. Minute noch kaum das Bregenzer Tor von innen. So konnten die Festspielstädter ihr gekonntes Tempospiel konsequent durchziehen. Interimsflügel Ante Esegovic und Dominik Bammer kamen so zu zwei schnellen Toren vom Flügel und bauten die Führung auf 4:2 (10. Minute) aus. Folglich sah sich Wiens Trainer Hannes Jonnson nach drei Bregenzer Toren in Folge in der 14. Minute gezwungen das erste Time-Out zu nehmen.

Dennoch fand der Ball auch weiterhin selten den Weg in das Tor von Ralf Patrick Häusle.

Die Gemüter der Spieler erhitzten sich in einer stürmischen Aktion von WestWiens 44 Julian Ranftl. Er streckte den Bregenzer Tobias Varvne zu heftig zu Boden. Resultat der emotionalen Rudelbildung waren zwei direkte rote Karten gegen Ranftle und Frühstück. Tobias Varvne war am Gerangel beteiligt und musste für zwei Minuten das Spielfeld verlassen. Während den Strafzeiten behielt das Team von Robert Hedin dennoch einen kühlen Kopf und konnte die Führung weiter auf 12:7 ausbauen. Den Fans wurde ein Match geboten, das von Spannung kaum zu überbieten war. In der 23. Minute hagelte es die nächste rote Karte, Schuldiger in diesem Fall war Dominik Bammer. Er packte Julian Schiffleitner zu hart an und nahm ihn mit zu Boden. „Jetzt erst recht“ lautete bei den Bregenzern nun scheinbar die Devise. Marko Buvinic leitete mit einem No-Look-Pass an den eingelaufenen Nemanja Belos das nächste Tor zum 15:9 ein. Für den Legionär war dies bereits der  vierte Treffer. Im Anschluss stellte Robert Hedin die Taktik um und spielte mit 7 Feldspielern. Insgesamt präsentierten sich die Bregenzer in der ersten Halbzeit als ein torhungriges, eingeschweißtes Team, das sich selbst durch „Rückschläge“ wie rote Karten nicht aus dem Konzept bringen ließ. So nahmen die Festspielstädter eine 7-Tore Führung mit in die Pause - Halbzeitstand 17:10!

In die zweite Halbzeit startete Hedin mit Youngster Nico Schnabl auf der Spielmacher-Position, der direkt den Spielzug zum nächsten Treffer einleitete. Verwandelt wurde dieser von Tobias Varvne. Bregenz Handball nahm zu Beginn zwar das Tempo leicht raus, dennoch ließen sie die Westwiener nie mehr als fünf Tore rankommen. Marko Buvinic, derweil am linken Flügel platziert, wurde von Tobias Varvne gekonnt in Szene gesetzt und erzielte mit einem lässigen Heber das 20. Tor für sein Team. Es dauerte bis zur 40. Minute bis das Team von Manager Conny Wilczynski erstmals auf vier Treffer an den Supercup Sieger rankam. Grund für Robert Hedin, erstmals die Time-Out Karte zu ziehen. Spannung pur für die Fans in der Halle. In der 55. Minute schwand das Polster auf eine drei-Tore Führung. WestWien hatte nun erstmals die Gelegenheit, den Bregenzern Paroli zu bieten, aber Ralf Patrick Häusle war mit weiteren starken Paraden die zuverlässige Bank zwischen den Pfosten.

Trotzdem traf Sebastian Frimmel in der 28. Minute zum Anschlusstreffer. Die Stimmung in der Arena kochte, ein wahrer Endspurtkrimi wurde von den Teams geboten. Für die letzten beiden Minuten nutzte Robert Hedin alle Möglichkeiten und nahm beide Time-Outs in Anspruch. Mit Erfolg, denn Ante Esegovic setzte mit seinem vierten Treffer den Letzten der Partie.

Bregenz Handball gewinnt das hitzige Match mit 25:23 und schickt die WestWiener somit mit null Punkten nach Hause.

Matthias Günther, Co-Trainer Bregenz Handball: “In der ersten Halbzeit haben wir absolut super gespielt und gezeigt zu welchen Spitzenleistung wir im Stande sind. In der zweiten Halbzeit sind wir im Angriff eingebrochen und haben auf Zeit gespielt. Dennoch haben wir gekämpft und ein insgesamt sehr gutes Spiel gemacht. Somit auch verdient die zwei Punkte in Bregenz behalten.“

Tobias Varvne, Spieler Bregenz Handball: „Wir haben in der ersten Halbzeit gut Lösungen gegen die Wiener 3:2:1 Abwehr gefunden und sind somit zu vielen schnellen Toren gekommen. In der 2. Halbzeit hatten wir Probleme beim Abschluss und haben zu passiv gespielt. Aber wir haben 2 Punkte und das ist alles was wir wollten.“

Conny Wilczynski, Manager, SG Insignis Handball Westwien: „Erstmal Glückwunsch an Bregenz Handball. Sie haben in der 1. Halbzeit wirklich sehr stark gespielt. Wir waren in der 2. Halbzeit sehr gut, sogar eine Überraschung wäre durchaus drin gewesen. Es sollte nicht sein, daher hat Bregenz Handball verdient gewonnen.“

Wilhelm Jelinek, Spieler SG Insignis Westwien: „ Bregenz Handball spielte mit extrem viel Druck und bereiteten uns große Probleme im Angriff. Wir konnten dagegen den Bregenzer Rückraum nicht ausschalten. Wir haben dennoch alles gegeben und hätten uns wenigstens einen Punkt erhofft. Bregenz Handball war heute einfach die bessere Mannschaft.“

6. Spieltag HANDBALL LIGA AUSTRIA in der Saison 2016/17

Dienstag, 03.10.2016, 20:00 Uhr: Bregenz Handball - SG INSIGNIS Handball WESTWIEN 25:23 (18:11)

Spielprotokoll

Werfer Bregenz Handball: Nemanja Belos (6), Tobias Varvne (6), Ante Esegovic (4), Alexander Wassel (4), Marko Buvinic (3), Bojan Beljanski (1), Dominik Bammer (1)

Werfer SG INSIGNIS Handball WESTWIEN: Sebastian Frimmel (7), Matthias Führer (4), Gabor Hajdu (4), Erwin Feuchtmann (3), Jakob Jochmann (2), Julian Schiffleitner (2), Wilhelm Jelinek (1)
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