Ausgerechnet im ersten Derby gegen den Erzrivalen HC Fivers Margareten 2 möchte Koppensteiner WAT Fünfhaus die Scharte der ersten Meisterschaftsniederlage in der Vorwoche ausbessern. In der HLA CHALLENGE trifft der Liga-Neuling aus dem 15. Wiener Bezirk auf den Lokalrivalen aus dem 5. Bezirk.

Am Samstagabend mit Anwurf um 19.00 Uhr erwartet Fünfhaus-Trainer Roland Eberl eine ähnlich temporeiche Partie wie in der Vorwoche gegen Brixton Fire Krems Langenlois: „Das wird eine Kopie des Spiels gegen Krems.“ Spielort ist dieses Mal und erstmals in der Saison 2021/22 die Heimstätte der Fünfhauser, die Fritz-Grassinger-Sporthalle, unweit der Wiener Stadthalle.

Koppensteiner WAT Fünfhaus kämpft mit einer wachsenden Zahl an Ausfällen. Philipp Seitz, der heuer im Sommer vom HLA-Meisterligaverein SG Insignis WestWien dazugestoßen ist, fällt noch einige Wochen aus. Nach einer Operation sollte er aber in rund einem Monat ins Training einsteigen können und noch diesen Herbst zur Verfügung stehen. Spielmacher Philipp Scholz, der im Heimmatch gegen Krems Langenlois schmerzhaft vermisst wurde, ist zumindest wieder im Training. Dafür fehlt im Aufbau mit Georg Mayr-Pranzender die nächste Mannschaftsstütze. Länger außer Gefecht ist Kreisläufer Florian Bohata. Der in der Vorwoche stark angeschlagene Severin Lampert am Flügel hat zwar im Spiel gegen Krems Langenlois einen Schlag ins Gesicht abbekommen und als Erinnerung ein Cut davongetragen, brennt aber auf seinen Einsatz gegen die Fivers-2-Mannschaft.

Koppensteiner-WAT-Fünfhaus Coach Eberl und Co-Trainer Norbert Glätzl geben für das Derby die Devise aus: „Wir haben etwas gutzumachen, vor allem in der Deckung.“ Diese war in der Vorwoche bei der 30:33-Heimniederlage gegen Krems Langenlois ungewohnt löchrig. Die Fünfhauer Teamführung gibt sich auch keinen Illusionen hin. Die junge Truppe des Lokalrivalen wird darauf brennen, gegen den Aufsteiger aus Fünfhaus in die HLA CHALLENGE als etablierte Mannschaft in dieser zweithöchsten Liga in Österreich die beste Leistung abzurufen. Daher werde es „das erwartet schwere Spiel“, prognostiziert Fünfhaus-Trainer Eberl. Dennoch werde man im Heimspiel in der Sporthalle Tellgasse den Sieg anpeilen. Mit fünf Punkten aus vier Spielen ist Koppensteiner WAT Fünfhaus nach wie vor mit Platz drei auf Tuchfühlung mit der Tabellenführung. Das möchte man als zusätzliche Motivation so lange als möglich in der laufenden Saison bleiben.

Immer stärker ist im Zuge der ersten Partien bei Fünfhaus der Zugang am Flügel aus Linz, Elias Kropf, geworden. Er war auch einer der positiven Erscheinungen trotz Niederlage gegen Krems Langenlois in der Vorwoche. Das vor allem auch, weil er sich am wenigsten durch den ausgezeichneten Kremser Torhüter Samuel Fabry entmutigen hat lassen.

Für einen Fünfhauser ist es das nächste Karriere-Highlight. Mannschafts-Benjamin Gabriel Kofler spielt in der Tellgasse in jener Halle, in der mit Zwillingsbruder Jonas Kofler abgesehen von zu Hause im Wohnzimmer das erste Mal richtig Handball gespielt hat. Kein Wunder: Der Linkshänder wohnt gleich ums Eck und Papa Thomas Kofler schaut als Obmann von WAT Fünfhaus, dass nicht nur die von Koppensteiner Logistik gesponserte Kampfmannschaft und das HLA CHALLENGE Futureteam in der Liga möglichst optimale Voraussetzungen vorfinden, sondern dass auch die Nachwuchsarbeit mit Jugendleiter Patrick Depauly, der zugleich Kapitän der Kampfmannschaft ist, nicht zu kurz kommt.

Dass der Koppensteiner WAT Fünfhaus nach drei Runden mit zwei Siegen und einem Unentschieden Tabellenführer in der HLA CHALLENGE war, kommt aus Sicht der FIVERS nicht von ungefähr. Das Trainerduo Roland Eberl und Norbert Glätzl formte im letzten Jahr ein starkes Kollektiv aus jungen, hochtalentierten und ehrgeizigen Spielern mit einigen Routiniers, von denen einige bereits Liga-Erfahrung besitzen. Severin Lampert (Bregenz Handball) als Topscorer zählt da ebenso dazu wie etwa Elias Kropf (HC Linz AG) und Lenny Fetz (ALPLA Hard), die alle zum Studieren nach Wien gekommen sind und von WAT Fünfhaus nur allzu gerne in den Kader aufgenommen wurden. Nicht zu vergessen ist auch Georg Mayr-Pranzeneder (HC Linz AG, Vöslauer HC), der nach Lampert der zweitstärkste Torgarant ist. Im Tor bietet Fünfhaus mit Alex Kirchknopf und Lukas Psenner ein starkes Duo auf. Psenner sorgte als erster „Südtiroler Legionär“ vor zwei Jahren auch bei den FIVERS für Furore. Im letzten Spiel gab es gegen Brixton Fire Langelois-Krems die erste Saisonniederlage, da war man ersatzgeschwächt und die Kremser konnten u.a. auf Lukas Nikolic und Kenan Hasecic aus dem HLA MEISTERLIGA-Team vertrauen.

Sandra ZAPLETAL (Trainerin HC FIVERS WAT Margareten II): „Das ist für uns ein ganz besonderes Spiel. Viele der jungen Spieler kennt mein Team aus dem Nachwuchshandball, so manche andere kennen wir aus den letzten Jahren in der HLA und CHALLENGE. Wir werden am Samstag in der Tellgasse natürlich alles versuchen, um auch unser zweites Wiener Derby zu gewinnen. Und dafür werden wir gegen solide aufgestellte Fünfhauser in allen Belangen eine starke Leistung brauchen. Das wird schwer, das wird superspannend.“

Koppensteiner WAT Fünfhaus vs. HC FIVERS WAT Margareten FT
Sa., 02. Oktober 2021, 19:00 Uhr
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