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Nach dem 27:25-Auswärtserfolg über Georgien vergangenen Donnerstag, zeigten sich Österreichs Handballer vor Heimpublikum speziell im Abschluss klar verbessert. Nach 21:17-Pausenführung ließ man Georgien lediglich noch einmal auf zwei Tore heranschnuppern, setzte sich dann in der Schlussphase deutlich ab und löst das Ticket zur WM 2025.

Bevor der Anpfiff ertönte, gab es vor den über 4.000 Zuseher:innen in der Wiener Steffl Arena noch Standing Ovations für Robert Weber. Dem Routinier wurde im Rahmen des Heimspiels der Goldene Ball für seine Wahl ins All Star Team der EHF EURO 2024 überreicht.

Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel und am Sieg der Österreicher nie ernsthafte Zweifel aufkamen, zeigte Georgien, dass es zu den aufstrebenden Handballnationen zählt. Immer wieder fanden die Gäste im Angriff Lösungen und stellten umgekehrt Österreich in der Deckung vor Probleme.

Doch die Hausaufgaben nach dem Auswärtsspiel wurden erledigt. Angeführt von Kapitän Mykola Bilyk war man im Abschluss konsequenter, ließ den Ball stets bis zur Tormöglichkeit laufen und brachte auch verstärkt die Flügel und Kreisläufer Tobias Wagner ins Spiel.

In der eigenen Deckung bekam man Georgien zunächst nur schwer in den Griff. Immer wieder zeichnete sich in den ersten 30 Minuten Constantin Möstl aus. Nach Seitenwechsel bekam Florian Kaiper seine Chance und nutzte sie ebenfalls. Speziell zum Ende der ersten Halbzeit hin, gelang es, sich auf 21:17 abzusetzen.

Georgien kam nach Seitenwechsel noch zweimal auf zwei Tore heran – 20:22 und 21:23. Genau in dieser Phase zeigte sich die Qualität der Österreicher, die keine Sekunde Nervös wurden und sich direkt wieder auf 25:21 absetzten. Die endgültige Vorentscheidung fiel mit dem 34:27 durch Franko Lastro in der 52. Minute, am Ende setzte sich Österreich verdient mit 37:31 durch und löst damit das Ticket zur WM 2025.

Es ist nach 2011, 2015, 2019 und 2021 die fünfte WM-Teilnahme für die rotweißroten Männer im Hallenhandball.

Teamchef Aleš Pajovič: „Ich bin sehr zufrieden. Wir sind wieder bei der WM. Ich habe schon vor dem ersten Spiel gesagt, dass wir besser sind als Georgien. Das haben wir am Donnerstag aber noch nicht gezeigt. Aber hier, zuhause, vor unserem großartigen Publikum, haben wir das Ticket zur WM gelöst. Ich freue mich für die jüngeren Spieler, die heute etwas mehr Chancen bekommen haben. Das Ziel ist erreicht, jetzt freue ich mich schon auf den Jänner. Nach einer kleinen Pause beginnt dann im Herbst die Vorbereitung auf die EURO-Quali.“

Lukas Hutecek: „Es war das erwartet schwere Spiel. Wir haben uns wieder nicht leicht getan. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir im Angriff gut gespielt, haben es aber hinten nicht geschafft, das Kreisläuferspiel der Georgier zu unterbinden. Das ist uns dann in der zweiten Halbzeit besser gelungen. Dadurch kamen auch unsere Torhüter besser ins Spiel und am Ende haben wir die Klasse und die Qualität um so ein Spiel für uns zu entscheiden.“

WM-Playoff

Georgien vs. Österreich 25:27 (12:12)
Do., 9. Mai 2024, Tiflis, 16:00 Uhr
Österreich: Sebastian Frimmel (8/13), Tobias Wagner (5/8), Boris Zivkovic (4/5), Janko Bozovic (3/4), Robert Weber (2/4), Lukas Hutecek (2/3), Eric Damböck (1/2), Mykola Bilyk (1/7), Michael Miskovez (1/2), Markus Mahr (0/1), Moritz Mittendorfer (0/1), Jakob Nigg (0/3), Lukas Schweighofer, Elias Kofler, Constantin Möstl (37,5% gehaltene Bälle - 15/40), Ralf Patrick Häusle
Match Report

Österreich vs. Georgien 37:31 (21:17)
So., 12. Mai 2024, 16:00 Uhr, Steffl Arena Wien
Österreich: Sebastian Frimmel (7/8), Lukas Hutecek (6/9), Mykola Bilyk (5/6), Tobias Wagner (5/7), Janko Bozovic (4/6), Markus Mahr (3/3), Robert Weber (2/3), Eric Damböck (2/2), Franko Lastro (2/3), Boris Zivkovic (1/3), Lukas Schweighofer, Moritz Mittendorfer, Elias Kofler, Michael Miskovez, Constantin Möstl (24% gehaltene Bälle - 6/25), Florian Kaiper (33% gehaltene Bälle - 6/18)
Match Report

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