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Nach zwei Halbfinalkrimis setzten sich mit ALPLA HC Hard und den FIVERS WAT Margareten wieder die beiden die österreichische Handballszene dominierenden Teams der letzten Jahre durch. Alles beim Alten? Auf den ersten Blick ja, schon der zweite sorgt für einige interessante und neue Aspekte.

Finaleinzug kein Honigschlecken
Man kann getrost festhalten: Sowohl Hard (28:27-Heimsieg in der Verlängerung), als auch die FIVERS (28:27-Heimsieg in den letzten Spielminuten) waren knapp dran; und zwar beim wortwörtlichen „Rausfliegen“. Sowohl Hard-Gegner SG Insignis Westwien, als auch dem FIVERS-Kontrahent Moser Medical UHK Krems fehlte ganz wenig für den Finaleinzug. Womit wir bei Unterschied Nr.1 zu den Vorjahren wären: Da waren die Verhältnisse etwas klarer, buchten die FIVERS nach zwei Siegen gegen Schwaz Handball Tirol und Hard im dritten, klar entschiedenen Spiel gegen Westwien die Finalplätze.

Heimfestungen? Geschichte
Unterscheid Nr.2 ist der schlichte Umstand, dass heuer sowohl Hard, als auch die FIVERS den Duktus der „Heimmacht“ verloren haben. Das zeigt beiden Finalisten, dass auch auswärts „was zu holen“ ist. Für die Harder mit bis zu drei Heimspielen ist das vielleicht nicht zu wichtig, die FIVERS müssen zumindest einmal in Vorarlberg gewinnen, um in der Best-of-5-Serie die Nase vorne zu haben. Man kann schon jetzt gespannt darauf sein, wer mit dieser Tatsache besser umgehen kann. Beide Hallen sind bekannt für starke Tribünen, für ganz viel Emotion bei den Fans.

Der Meister braucht erstmals die dreifache Bestätigung
Direkt an Unterschied Nr.2 knüpft die spusu HLA-Neuerung des Jahres an, womit Unterschied Nr. 3 formuliert ist: Erstmals geht es in einer Best-of-5-Serie um den Titel. Mindestens dreimal muss also gespielt werden. Die beiden Teams stellen sich vorerst auf eine längere Serie ein und da wird es vor allem um eines gehen: Wer hat die längere Bank, wer hat die größeren Reserven? Auf den ersten Blick ist die Antwort klar: Hard schöpft hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Mitteln auch beim Kader aus dem Vollen, ist gespickt mit starken Legionären und österreichischen Team-Spielern. Letztgenannte haben die FIVERS zwar auch, aktuell spielen sie aber (noch) in den dem A-Team nachfolgenden Teams aus Future-, Junioren- und Jugendnationalteam. Die FIVERS müssen seit Monaten auf mehrere Stammspieler verzichten, füllen diese mit den nächsten Junioren-Nationalteamspielern aus dem heuer wieder erfolgreichen Bundesliga-Kader auf. Bei Hard fehlte zuletzt mit Dominik Schmid ein ganz wichtiger Spieler verletzungsbedingt. Es ist davon auszugehen, dass die lange Serie die Situation bei beiden Teams nicht einfacher machen wird und dass damit die Kaderdichte zum zentralen Faktor für den Gewinn der Meisterschaft wird.

Favoritenrolle nur „an sich“ klar
Dass Hard als Favorit in die anstrengende finale Phase der Meisterschaft geht ist klar. Peter Eckl hat zuletzt darauf hingewiesen, dass heuer für die FIVERS in doppelter Hinsicht alles möglich ist. Dazu gehören mittelmäßige Leistungen ebenso dazu, wie herausragende Spiele, die zum Meistertitel führen können. Die FIVERS zeigten ihre beiden Gesichter ganz besonders in der Halbfinalserie gegen Krems: Erstes Spiel (fast) top, zweites Spiel Mega-Flop. Drittes Spiel: Ganz starke Performance im entscheidenden Moment. Hard wiederum hat vor allem dank zuletzt sehr starker Leistungen von Golub Doknic, der Routine arrivierter Spieler wie Marko Tanaskovic und einiger individueller Fehler von Westwien (die noch dazu in ganz entscheidenden Phasen passierten) die Nase vorne gehabt. Gleichzeitig muss festgehalten werden, dass Hard sowohl in Wien, als auch im dritten Spiel nicht in Bestbesetzung angetreten ist und sich durch rote Karten während des Spiels zusätzlich schwächte. Die FIVERS starten somit als Underdog in die Finalserie, Hard kann sich aber nicht am Status des Meisters ausruhen.

Finalserie in enger Zeitabfolge. Der Blick auf den Terminplan macht deutlich, welche Strapazen auf die Finalisten warten. Zwischen dem Auftakt am 18.5. und dem ersten Heimspiel der FIVERS am 23.5. sind fünf Tage. Danach gibt es praktisch einen Drei-Tagesrythmus, wenn die Serie über fünf Spiele geht. Alle Spiele werden live auf ORF Sport+ übertragen und via LAOLA1.tv im Livestream übertragen.

Peter Eckl, Trainer HC FIVERS WAT Margareten: „Wenn wir so wie in den letzten 15 Minuten des Krems-Spiels auftreten, dann werden wir in drei Spielen Meister. Da wird Hard sicher was dagegen haben. Im Ernst und Spaß beiseite: Wir erwarten eine lange Serie gegen Hard, da wird es bis zum Ende auf die dann noch vorhandenen Reserven ankommen. Am Papier ist Hard seit dem Meisterschaftsbeginn im August des letzten Jahres Top-Favorit auf den Titel, wir sind Außenseiter. Wir haben aber nicht das ganze Jahr hart gearbeitet, um unsere Chancen nicht bestmöglich zu nutzen. Und die Chancen sind da, wir spielen um den Meister und wir werden alles geben um unsere Chance zu nutzen.“

Finalserie spusu HANDBALL LIGA AUSTRIA in der Saison 2017/2018

1. Runde
ALPLA HC Hard vs. HC FIVERS WAT Margareten
Freitag, 18. Mai 2018, 18:00 Uhr
Live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv
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2. Runde
HC FIVERS WAT Margareten vs. ALPLA HC Hard
Mittwoch, 23. Mai 2018, 20:25 Uhr
Live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv
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3. Runde
ALPLA HC Hard vs. HC FIVERS WAT Margareten
Samstag, 26. Mai 2018, 18:00 Uhr
Live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv
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4. Runde
HC FIVERS WAT Margareten vs. ALPLA HC Hard
Dienstag, 29. Mai 2018, 20:25 Uhr
Live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv
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5. Runde
ALPLA HC Hard vs. HC FIVERS WAT Margareten
Samstag, 2. Juni 2018, 20:25 Uhr
Live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv
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